Warum der Showroom echte Helden
 braucht und keine Märchengestalten.


Zu Beginn müsse wir etwas den alten Ur-Bildern
der Helden in uns nachspüren. Oben ist eine
Heldin abgebildet, wegen der Gleichberechtigung
und weil nur eine Heldin (- nicht aber ein Held) 
mit zwei Drachen gleichzeitig fertig wird. 

Wir Deutschen lieben unsere Helden, 
hier mal nicht an Fussball,
sondern an Jung-Siegfried 
und die alte Nibelungen-Sage gedacht. 
Die Nibelungen-Story beginnt sogleich powerful,
keine Zeit für Langeweile:

Uns ist in alten mæren 
wunders vil geseit
von heleden lobebæren, 
von grôzer arebeit
von frevde vn– hôchgecîten,      
von weinen vn– [von] klage
von kvner recken strîten      
mvget ir nv wnder horen sagen.

Der Held leistet große Arbeit 
(aber nicht ständig, er hat auch heldenfreie Zeit).
Der Basis-Held bleibt also 
unser Herr Drachentöter, 
der nicht nur ein überaus mutiger Geselle ist,
sondern nach getaner munterer Arbeit 
auch noch Feierabend hat 
und ein wenig feiern kann. 
Denn die originäre Heldenarbeit ist getan, 
der Drache geköpft. 
Zum Heldentum gehört der Feierabend.


Das ist bei unseren Märchengestalten gewaltig anders. Denn im Märchen schaffst du unentwegt. Kein Mensch wird sich eine Halbtags-Hexe vorstellen. Halbtags-Hexen gibt es schlicht im Märchen nicht. Teilzeit und Magie schliessen sich aus.  

Du bist entweder Vollzeit-Hexe oder gar nichts. Bei Magie musst du den ganzen Tag schaffen oder zumindest, wenn du Hexe bist, ein paar Stunden lang mit deinem Besen durch die Luft fliegen. Selbst wenn du nicht mit deinem Besen durch die Luft orgelst, bist du als Hexe immer noch Hexe. Nur nicht im Fluge.

Merke: Als Märchenwesen bist du immer zumindest teilzeitbeschäftigt, als Held bist du Freiberufler und schuldest du den Erfolg. Ohne toten Drachen bist du als Drachentöter relativ erfolg- und sinnlos. Harte Welt ...


Was bringt uns das für das für unsere Showrooms
(- für das Webdesign, 
wenn man denn das ganze Web 
designen könnte) ???

Die Antwort nun ist einfach: 
wir bilden immer nur Helden, Heldentaten ab,
keine Hexereien. 
Unsere Welt wird von 
den Bildern der Heldensagen bestimmt, 
nicht von der Märchen-Bilderwelt. 
Da es gegenwärtig an Drachen 
eher totalen Mangel hat, 
loben wir konsequenterweise 
nicht den Tod des Drachen, 
sondern das Produkt, die Ware, die Marke. 
Und da ist dann die ganze Geschichte wichtig*.
Deswegen suchen wir nach 
Ihrer höchst-individuellen 
Helden-Story ...

Das Reaktionsschema eines Helden 
(- oben wegen Gleichberechtigung abgebildet: eine Heldin) 
ist übrigens analog dem Comic: 
Bumm - bumm - bäng - bäng. 

Das mag man als etwas unintellektuell beklagen
(das ist aber nicht saudumm, 
denn es gibt Blöderes). 
Denn letztlich erfreut das gerade den IT-ler, 
denn es werden klare Ja-/Nein-Entscheidungen
verlangt. 

          Im Falle unseres Drachentöters:

          100 Drache da? Ja/Nein?
          200 Drache unfreundlich? Ja/Nein?
          300 Drache verhauen? Ja/Nein?
          400 Drache tot? Ja/Nein?
          900 Wenn Ziel erreicht - dann Held! (- be happy...)

Man sieht also, vom Reaktionsschema her
ist der 
Held nicht allzu kompliziert. 
Wir ersparen uns also das Struktogramm.


Um ein klein wenig mehr Komplexität in das Spiel
zu bringen benötigen wir Hintergrund-Geräusche.
Dieses ganze Komplexitäts-Gehabe mit dem
Innenleben der Helden, mit der Psyche, 
dem Seelenleben der Helden gar, 
ersparen wir uns. 
Denn letztlich immer unergründlich. 
Zudem völlig irrelevant.

So ist das im Showroom Konzept: 
Helden (und Heldinnen), wenig Innenleben, 
etwas Geräusche und bum-bäng-zap! 
Etwas Action ist immer dabei 
und gehört zum Helden dazu 
(- ist quasi systemimmanent). 
Auf jeden Fall ist Held-sein 
und das Showroom Konzept 
nicht langweilig ...
* Die Amis können das mit der Story. 
Als junger Mann habe ich bei UPS Pakete
verladen. 
Vor Beginn of the Work haben wir einen Film 
über den Gründer von UPS angesehen . 
Der dynamische Gründer hat anfänglich 
mit dem Fahrrad Pakete ausgefahren, 
später mit dem Auto, 
dann hatte er mehrere LKW´s, 
dann eine Fluggesellschaft, 
dann die ganze USA, 
dann die Welt. 
Das ist eine Geschichte, die mir 
über 40 Jahre im Brain blieb - denn die ist gut. 
Denn das ist eine Helden-Geschichte.
Back to Top